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Red Sea Expedition 2007
Drei Kitesurfer starteten am 6. September 2007 zu einem Abenteuer ganz anderer Art. Sie alle hatten eine Mission - die Überquerung des Roten Meeres! Vorab starteten Sie einen Long Distance Weltrekord Versuch. Lukas Brandner, Philipp Benda und Alexander Priester wagen es nach einem žJahr Vorbereitung die Rekordmarke von 300,5 km zu brechen und schreiben Geschichte.

Nachfolgend nun Ihr Bericht und die Bilder!

Ankunft El Gouna, Ägypten am 06.09.2007. Am folgenden Tag erstes Kitesurfen vor Ort und gewöhnen an die Temperaturen über 35 Grad. Am 08.09 mieteten wir eine 50 ft. Sunseeker Camargue Motoryacht und fahren nach Tawila, eine vorgelagerte Insel, um uns dort den Tag über umzusehen, besonders die Gezeitenunterschiede beobachteten wir genau. Nach langen Beratungen entschließen wir uns am gleichen Abend nicht wie geplant einen ?Downwinder? von Tawila die Küste entlang runter zu machen, sondern beim Weltrekordversuch stationär vor Ort zu bleiben. Im Lee der Insel haben wir einen ca. 500 m breiten Streifen ausgesucht, den wir den ganzen Tag, unter Rücksichtnahme auf die Gezeitenunterschiede in Halbwindschlägen befahren werden. Dies ist zwar wesentlich anstrengender als ein Raumwindkurs, bei dem man das Brett nicht so stark aufkanten muss, jedoch bleibt man in flacherem Wasser. Dagegen sprachen die sehr hohen Intervalle der Halsen, da der Streifen nur sehr kurz war. Letztendlich war es eine 2:1-Entscheidung gegen den Downwinder. Sollten wir nicht vorankommen, wollten wir Tawila verlassen und aufs offene Meer hinausfahren wie ursprünglich geplant.

Das TEAMDas BOOT

Am 09.09 standen wir um 03:00 Uhr auf, verließen um 03:30 das Hotel und fuhren zur Marina. Dort wollten wir um 04:00 Uhr auslaufen, was sich jedoch um eine Stunde verzögerte, da wir noch auf ein Mitglied der Bootscrew warteten. Im September sind die Tage nicht mehr so lang, deswegen wollten wir beim ersten Licht am Wasser sein. So waren wir erst um 06:00 Uhr auf Tawila. Das Beiboot brachte uns mit je einem Schirm und einem Brett an Land. Um 06:23 Uhr stellten wir unsere GPS Geräte auf Null und gingen aufs Wasser. Der Wind betrug zu der Zeit an die 25 ktn. Wir wählten einen Psycho3 von Flysurfer mit 13 m?, so dass wir noch Luft nach unten haben, falls der Wind wie angesagt über den Tag schwächer werden sollte.

SchattenKiten wie im Pool

In den ersten drei Stunden legten wir mit einem sehr hohen Schnitt von 33 km/h 100 km zurück, Höchstgeschwindigkeit 56km/h, schnelle Halsen ca. alle 40 sec. Versorgt wurden wir von unseren Freunden Thommy und Kathi, die unsere Camelbaks immer wieder mit Elektrolytgetränken auffüllten, wir tranken ca. ž Liter pro Stunde. Zusätzlich verwendeten wir den hochenergetischen Kohlehydratdrink ?Ensure?, der leichtverdaulich weil flüssig auch bei Langdistanztriathlons oder Radrennen zum Einsatz kommt. Wir tranken ca. ein Ensure pro Stunde (200 ml).

PhilippWer ist der schnellste?

Die Kommunikation verlief über VHF-Funkgeräte, mit deren Hilfe wir Essen/Trinken bestellen bzw. Thommy uns vor allem zu späterer Stunde die Zeit etwas kurzweiliger gestaltete. Bei ablaufendem Wasser gegen Mittag mussten wir immer mehr auf die Korallenriffe im seichten Wasser aufpassen und unsere Fahrrinnen adaptieren, Sandbänke hoben sich mehr und mehr aus dem Wasser. Wir überquerten große messerscharfe Korallenfelder, hatten oft nur mehr wenige cm Wasser unter dem Brett. Ein Sturz hätte uns in 1000 Scheiben zerschnitten. Zu dieser Zeit trugen wir auch unsere Helme. Wir spürten, dass das Wasser unter dem Brett nicht mehr weggedrückt werden konnte, das Brett fing oft leicht an zu vibrieren. Die Halsen machten wir über sandigem Untergrund.

FlachwasserFlachwasser

Am frühen Nachmittag flaute der Wind ein wenig ab, die Entscheidung in der Früh einen ?zu großen? Schirm zu nehmen, erwies sich nun als richtig. Wir wechselten noch auf ein großes Brett, das Spleene Door, konnten jedoch den hohen Schnitt vom Vormittag nicht mehr ganz halten. Ab Stunde 8 ließ vor allem die Konzentration etwas nach, immer wieder blieben wir mit den Finnen der Bretter bei Sandbänken hängen, über die wir gerade noch drüber zu kommen glaubten. Dabei stürze Alexander in voller Fahrt so schwer, dass er sehr viel Salzwasser schluckten. In weiterer Folge musste er sich in der nächsten Stunde drei Mal übergeben, war am Rande des Aufgebens, biss sich aber durch. Philipp brach eine Finne seines Boards, stürzte auch wild und musste erst umständlich und langwierig zum Strand zurück schwimmen um ein neues Brett zu holen. Alle drei Fahrer trugen zu dieser Zeit massive Löcher in ihren Füßen und Schürfwunden am Körper davon.

Wieder im BootGeschafft

Lukas Brandner, der noch relativ unbehelligt über den Tag gekommen war, stellte den bestehenden Weltrekord vom Schweizer Philipp Knecht (300,5 km) als erster ein. Danach Philipp Benda und schließlich Alexander Priester.

Letztendlich hielten wir um 17:45 Uhr bei Windstille bei folgendem Stand:

Lukas Brandner 342,57 km
Philipp Benda 308 km
Alexander Priester 304,36 km


Fahrzeit: 11 Stunden 22 Minuten -Wind während der Fahrzeit: zwischen 15 und 25 ktn.

Sieger

Einen Weltrekord bricht man nicht jeden Tag, an diesem Tag muss alles zusammenspielen, die körperliche Verfassung, der Wind, das Material, die Versorgung ? ALLES.

Wir haben uns ein ž Jahr körperlich, geistig und psychologisch so speziell vorbereitet, dass wir die Variablen eigentlich auf das ägyptische Boot und den konstanten Wind über den Tag einschränken konnten. Die große Erfahrung aus anderen Expeditionen und aus dem Ausdauersport half uns jedoch sehr Schmerzen und persönliche Befindlichkeiten zu verdrängen und das Wasser nicht eher zu verlassen, bis wir den Weltrekord gebrochen haben.

Bedanken wollen wir uns bei allen Sponsoren, Ausrüstern, Unterstützern und Freunden daheim, die ihren Teil dazu beigetragen haben, den Weltrekord nach Österreich zu holen.

Die geplante Überquerung des Roten Meeres musste abgebrochen werden, da das Boot ein technisches Gebrechen hatte und in den Hafen zurückkehren musste.

Natürlich sind wir immer noch etwas enttäuscht, andererseits sind wir stolz, dass wir den Long Distance Weltrekord geknackt haben! Und dieses Gefühl überwiegt!

Ein Bericht von Lukas Brandner, Alexander Priester und Philipp Benda

Hier gehts zur Bildergalerie!

Ausrüstung:
Schirm: Flysurfer Psycho3, 13 m? ? Boards: Spleene Rip Plus und Door
Lycras: Camaro ? Trapeze: Mystic Shield Seat Harness ? VHF- Radio: Icom
Trinkrucksack: Camelbak ? GPS: Garmin ? Sonnenbrillen: Oakley
Wasserdichte Hüllen: Aquapac ? Foto + Film: Sony Österreich ? Helm: Manner Österreich

Kontakt: philipp.benda@skypower.at
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